Al Lahab

Al Lahab

Schimmel *1999
Saklawi Jedran Ibn Sudan, Familie Ghazala
Züchter: Uri Arieli, Israel


Laheeb
Schimmel 1996
Imperial Imdal
Schimmel 1982
Ansata Imperial
Schimmel 1976
Ansata Ibn Sudan
Ansata Delilah
Dalia
Schimmel 1968
Morafic
Romanaa II
AK Latifa
Schimmel 1977
Ibn Moniet El Nefous
Schimmel 1964
Morafic
Moniet El Nefous
Siralima
Schimmel 1971
Ansata Ibn Halima
Asal Sirabba
The Vision HG
Schimmel 1994
Thee Desperado
braun 1989
The Ministril
braun 1984
Ruminaja Ali
Bahila
AK Amiri Asmarr
Schimmel 1985
The Egyptian Prince
Asmarr
Belle Staar
braun 1990
The Ministril
braun 1984
Ruminaja Ali
Bahila
Alia-Aenor
Fuchs 1982
The Egyptian Prince
Hasnaa Albadeia

Al Lahab – Mehr als nur ein Pferd


Man würde Al Lahab nicht gerecht werden, wenn man ihn nur als Schaupferd oder nur als Zuchthengst betrachten würde. Für seine Besitzer ist Al Lahab das Pferd ihres Lebens. Den Friedmanns ist bewusst, dass sie da einen Ausnahmehengst besitzen. Auf dem Lunzenhof im südlichen Schwarzwald haben sie ihm eine Heimat geschaffen, die eines so bekannten Pferdes würdig ist. Al Lahab ist der unangefochtene König des Lunzenhofes. Hier kann er seinen arabischen Charme zeigen, seine Stuten decken, aber auch ein sorgenfreies Leben führen, einfach nur Pferd sein und immer wieder die Schönheit des Schwarzwaldes bei entspannten Ausritten genießen.
Aber diesen Hengst macht mehr aus als nur sein extremer Typ und seine schwebenden Bewegungen, die Eleganz und arabischen Adel demonstrieren. Al Lahab überzeugt auch durch seinen außergewöhnlichen Charakter. Es gibt einfach Pferde mit einem besonders großen Herzen und einer besonders einfühlsamen Art, ihre Freundschaft und ihr Vertrauen in den Menschen zu zeigen. Al Lahab ist eines dieser ganz besonderen Pferde. “Ein Pferd gehört einem nie. Es wird einem nur anvertraut.” Mit diesem alten arabischen Spruch beschreibt Inge Friedmann ihr Verhältnis zu Al Lahab.


Al Lahab – eine unvergleichliche Karriere


Seine wichtigsten Siege rund um den Globus:
Bereits als Jährling wurde er Junior Champion auf dem ASIL WORLD CUP und errang er bei einer der prestigeträchtigsten Schauen Europas, dem ALL NATIONS CUP in Aachen, den Titel des Reserve-Champions. Gerade einmal ein Jahr später, nun zweijährig, wurde er auf der EUROPAMEISTERSCHAFT in Verona/Italien Junior Champion..
Anfang 2006 flog er in die USA. Zur Begeisterung seiner Besitzer gewann der den EGYPTIAN EVENT der Pyramid Society in Lexington, Kentucky. Wer auch immer Al Lahab damals im Schauring gesehen hat, wird sich sein Leben lang daran erinnern. Damals trafen zwei absolute Spitzenhengste aufeinander: Vater und Sohn. Laheeb verließ den Ring als Reserve Senior Champion Stallion, während Al Lahab Kentucky als Supreme Champion verließ und damit dem großen Namen seines Vaters alle Ehre machte. Als Al Lahabs USA-Aufenthalt sich dem Ende zuneigte, begannen Inge und Hansjürgen Friedmann zusammen mit ihrem Handler Frank Spönle die Rückkehr ihres Hengstes in die europäischen Schauringe vorzubereiten.

Anfang Juli 2006 bezog Al Lahb seine Box in Stall von Frank Spönle in Deutschland.
Wenige Wochen später trat der Hengst zum bekannten ELRAN CUP in Borgloon an, wo er Zuschauer und Richter für sich einnehmen konnte. Als Senior Champion Stallion kehrte er zurück.
Aber das war nur der Anfang der unglaublich erfolgreichen Rückkehr dieses Hengstes. Gerade einmal eine Woche später ließ der Schimmel auf der A-Show in Towerlands in England alle Wettbewerber hinter sich und errang den Titel des Senior Champion Stallion.
Ende September stellte er sich dann einer der härtesten Schauen der Welt, dem ALL NATIONS CUP in Aachen. Und wieder erwies Al Lahab sich als der elegante, enorm typvolle Hengst, der er nun einmal ist, indem er seine Klasse mit einer unglaublichen Wertung gewann. Wieder ließ er alle Wettbewerber hinter sich und verließ Aachen als strahlender Gesamtsieger des All Nations Cup.

An diesem Punkt war nur noch ein einziger weiterer Schritt zu tun, damit Al Lahab ganz an die Spitze kommen und als eines der besten arabischen Pferde aller Zeiten in die Geschichte eingehen konnte: die WELTMEISTERSCHAFTEN in PARIS. Als dieser große Augenblick näher rückte, wuchs die Aufregung ins Unermessliche. Al Lahab war bereit, seine Position als World Champion Stallion zu erkämpfen. Der Hengst betrat den Schauring, als wüsste er, worum es ging und welcher Preis am Ende auf ihn wartete. Er präsentierte sich majestätisch und eroberte mit seiner unglaublichen Präsenz und Eleganz die Herzen der Richter und Zuschauer von Paris. Das Publikum war begeistert von der Show, die er ablieferte. Er gewann seine Klasse mit unglaublichen Wertungen: 20 Punkte für Typ, Kopf und Hals, und für Bewegungen! Damit musste auch der letzte Zweifler umdenken.
Inzwischen war es offenkundig, dass das für den zukünftigen World Champion die perfekte Schau gewesen war. Inge und Hansjürgen Friedmann erlebten unvergessliche, bewegende Augenblicke, als ihr großer Traum schließlich wahr wurde. Al Lahab war Weltmeister 2006! Al Lahab hatte die Spitze der Karriere erreicht!

Im Frühling 2007 kam der Hengst nach einer verdienten Pause im Nahen Osten an, um dort an der berühmten DUBAI INTERNATIONAL Show teilzunehmen. Auch hier zeigte er, wie inzwischen üblich, deutlich seine Qualitäten und errang den Titel des Supreme Champion Stallion. Außerdem wurde ihm dafür, dass er sich auf allen wichtigen europäischen Schauen als erfolgreichster europäischer Hengst etabliert hatte, der Dubai Gold Cup verliehen. Für Al Lahab gab es nun nichts mehr zu beweisen.

Im Zuge seiner unvergleichlichen Schaukarriere gewann Al Lahab, wie im Jahr 2007, wichtige Titel und machte sich große Ehre. Seine Nachkommen folgten in Schauringen überall auf der Erde den Spuren ihres berühmten Vaters.
Aber Inge und Hansjürgen Friedmann wollten es noch einmal wissen, wollten ihren unangefochtenen Star noch einmal zeigen und mit der Welt teilen. Ein letztes Mal noch sollte Al Lahab auf den wichtigsten Schauen Europas auftreten und seinen magischen Zauber entfalten.
Und so bekam er 2009 noch einmal die Chance, seinen hervorragenden Ruf zu verteidigen und zu zeigen, warum er zu den besten Hengsten der Welt gehört. Al Lahab wusste, was zu tun war. Er ist sich seiner Wirkung aufs Publikum bewusst und liebt es, sich in seiner natürlichen Eleganz zu präsentieren. Mit all seiner Kraft und Ausstrahlung kam er nach MENTON in Frankreich und fuhr als Sieger nach Hause.
Der frisch gebackene Senior Champion der Schau in Menton wirkte so, als würde er für den ALL NATIONS CUP im September 2009 einen ersthaften, wenn nicht sogar unschlagbaren Favoriten abgeben. Und er ließ wahr werden, wovon nicht nur die Friedmanns, sondern all seine zahllosen Fans geträumt hatten: umkränzt von Dutzenden gelber Rosen verließ Al Lahab zum zweiten mal als Senior Champion den Schauring auf den All Nations Cup in Aachen.
Und so wagte das erfolgreiche Al Lahab-Team es noch einmal, sich der Herausforderung zu stellen: zum zweiten Mal nach 2006 bereitete sein Trainer und Freund Frank Spönle den Hengst auf die WELTMEISTERSCHAFTEN IN PARIS vor. Noch einmal stellte Al Lahab sich der renommierten Konkurrenz und sollte seinen Weltmeistertitel bestätigen.
Aber auf der Weltmeisterschaft im Dezember 2009 in Paris kam es anders: In einem spannenden und viel diskutierten Kampf um den Titel wurde Al Lahab World Reserve Champion.
2010 kam Al Lahab endlich zurück in seinen Heimatstall im Lunzenhof, um sich auf den grünen Weiden des Schwarzwalds zu regenerieren und die vielen Stuten zu decken, die schon auf ihn warteten.
2011 war Al Lahab wieder der große Star, ein Hengst "zum Anfassen", eine Ikone der Ägypterzucht, ein Idol und ein Liebling der Kinder. Tausende kamen, um ihn zu sehen und zu feiern, als die Familie Friedmann im Sommer zum 15. Gestütsjubiläum einlud.
2012, das Jahr einer schweren Krankheit seines Besitzers Hansjürgen Friedmann, wurde für den Hengst ein ruhiges Jahr des Deckens und des Entspannens auf den weiten Paddocks seines Heimatgestüts.
Doch im Sommer 2013, nach dem gesundheitlichen Comeback seines Freundes und Besitzers, wurde auch über ein Comeback von Al Lahab laut nachgedacht. Im Oktober dann flog er mit seinem Trainer Frank Spönle in die Emirate nach Ajman, wo er auf die Teilnahme an einigen ausgewählte Schauen des mittleren Ostens vorbereitet wurde. Ob er noch einmal Champion werden konnte?
Er konnte: gleich auf dem Sharjah Egyptian Event wurde Al Lahab Senior Champion. Im Februar 2014 schaffte er es im Alter von 15 Jahren noch einmal, die jüngere Konkurrenz auf Distanz zu halten und wurde erneut Gold Champion in Abu Dhabi.
In Dubai dann, auf einer der größten Schauen im mittleren Osten mit 400 Pferden in den verschiedenen Klassen und Disziplinen am Start, wurde er Bronze Champion. Obwohl er nach vielen Championatstiteln diesmal nicht als Sieger den Ring verlassen konnte, wurde er mit bewegender Aufmerksamkeit bedacht. Minutenlang applaudierte das begeisterte Publikum im Stehen und wollte ihn nicht mehr aus der Halle entlassen. Die Zuschauer hatten wohl verstanden, dass es ein Abschied war und, dass die nächsten Auftritte im Zusammenhang mit Al Lahab seiner Nachzucht gelten werden.
Bild 1 von 28